Abschlussrede von Herrn Marquard


Liebe Schülerinnen und Schüler, Eltern und Verwandte, Lehrerinnen und Lehrer, sehr geehrte Frau Heller, sehr geehrter Herr Sandkämper,

als die Schulelternratsvorsitzende Frau Barth, die heute aus beruflichen Gründen verhindert ist, vor einigen Wochen anrief und mich fragte, ob ich heute eine Rede halten könnte, stimmte ich nach kurzem Zögern gerne zu, weil ich dachte: Das ist die Gelegenheit, mich im Namen der Eltern der Abschlussklassen zu bedanken und kurz über meine Erfahrungen der letzten sechs Jahre zu sprechen.
Selbstverständlich erhebe ich nicht den Anspruch, die Erfahrungen und Meinungen aller Eltern zu repräsentieren, aber ich glaube, in zwei Punkten herrscht Einigkeit:

Als Erstes und Wichtigstes, euch Schülerinnen und Schülern ganz herzlich zu gratulieren! Ihr habt es geschafft: den Realschulabschluss, der euch die Tür für eure berufliche Zukunft öffnet. Da hat man heute viele Möglichkeiten: sei es eine Ausbildung, der Besuch von weiterführenden Schulen oder für die, die noch nicht so recht wissen, was sie machen sollen, eine Zeit zur Berufsfindung.
Und auch diejenigen, die nicht unmittelbar einen Ausbildungs- oder Schulplatz gefunden haben, werden ihre Chance bekommen: Ich bin fest davon überzeugt, dass sich im Leben dort, wo eine Tür verschlossen ist, eine andere öffnet!
Ich finde, ihr könnt echt stolz sein, es geschafft zu haben. Genießt und feiert es! Wir als Eltern sind auch froh, dass ihr es geschafft habt – denn, mal unter uns gesagt, wir hatten manchmal Zweifel. Nicht an euren Fähigkeiten, aber daran, ob ihr – die Generation Internet – das, was in euch steckt, ausreichend entwickeln könnt.
Wo blieb neben Handy, iPhone, iPod, iPad, Laptop, Playstation, Wii, simsen, posten, OS-community, facebook, ICQ, Skipe, twittern, chatten, spielen eigentlich die Zeit zum Lernen? Sie blieb offenbar – und ihr habt eure schulischen Leistungen erbracht. Vielleicht müssen wir älter werdenden Eltern einsehen, dass ihr anders als wir an Informationen gelangt und ihr aufgrund der technischen Fortschritts anders kommuniziert. Anders muss nicht heißen – schlechter! Ich wünsche euch, dass ihr den Fortschritt für euer Leben nutzt, und dass er euch nicht im Wege steht in eurer beruflichen und menschlichen Entwicklung!

Der zweite Punkt ist der Dank an die Schule, an die Lehrerinnen und Lehrer, für die geleistete Arbeit und das Engagement. Danken möchte ich auch Frau Schliehe und Frau Nieberg aus dem Sekretariat sowie Herrn Haske und Herrn Arnold! Mein Eindruck der vergangenen Jahre ist, dass in dieser Schule ein frischer Wind weht, dass Offenheit für Neues besteht, und dass Gemeinschaft, Akzeptanz der Meinung des anderen, „gute Verständigung und Frieden untereinander“ (wofür Bertha von Suttner sich einsetzte) an dieser Schule gelebt werden. Die Bertha-von-Suttner-Realschule steht meiner Meinung nach den Schulen, die sich als sog. Bekenntnisschulen stets das Besondere auf die Fahnen schreiben, in nichts nach – abgesehen vielleicht von so manchen finanziellen Möglichkeiten, die Schulen in privater Trägerschaft einfach haben.
Ich finde, diese Schule hat unsere Kinder gut auf ihrem Weg ins Leben und ins Berufsleben begleitet. Besonders hervorzuheben sind die vielfältigen AGs und Wahlpflichtkurse; die Kooperationen mit verschiedenen Einrichtungen und Diensten, das Trommeln und der Trommelworkshop, das Streitschlichterprogramm, SUSI, das iserv-System, die Fahrt nach Eastbourne, die Praktika, insbesondere die Vorstellung der Praktikumserfahrungen war beeindruckend. Aber neben diesen Highlights geht es in erster Linie um den Schulalltag. Natürlich lief es nicht immer reibungslos – aber wo gibt’s das schon, dass Menschen zusammen leben und arbeiten ohne Konflikte und Probleme? Entscheidend ist doch, Konflikte wahrzunehmen, anzusprechen und zu lösen. Hier habe ich stets eine große Offenheit an der Schule erlebt.

Und dann sind da noch die Konflikte, die man nicht lösen kann, womit man irgendwie leben muss. Einige von euch Schülerinnen und Schüler haben gerade wahrscheinlich an bestimmte Situationen mit Lehrerinnen und Lehrer gedacht, wo sie mir in meinem Lob nicht zustimmen können. Aber man kann sich im Leben nicht aussuchen, mit wem man arbeiten möchte. Man muss lernen, zu kämpfen und sich einzusetzen, wo etwas nicht in Ordnung ist, aber gleichzeitig auch lernen, Kompromisse zu schließen und sich anzupassen.

Und so wünsche ich euch: Geht euren Weg – aber nicht ohne Rücksicht auf Verluste! Habt den Mut zu träumen – und arbeitet für Eure Träume! Bleibt neugierig auf die Herausforderungen, die das Leben bietet – und steht auf, wenn ihr fallt.

Ich wünsche allen heute einen unvergesslich schönen Tag – und Euch Schulabgängerinnen und Schulabgängern das Beste für eure Zukunft!

gez. Marquard, Mitglied des Klassenelternrates 10B

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