Theaterschneiderei
Wir, die Wpk-Textil-Gruppe 8, haben einen Besuch in der Schneiderei vom Stadttheater Osnabrück mit Frau Schellhardt-Rimkus gemacht. Als wir bei dem Gebäude angekommen sind, hat uns Frau Theiken freundlich empfangen und über eine Treppe in die Schneiderei begleitet. In einem Raum stand ein riesiger Tisch, an dem ein paar Frauen saßen und Stoff in der Hand hatten. Man erklärte uns, dass man nicht einfach wild drauflos nähte, sondern einen Auftrag bekäme und eine Kopie von einem Kostüm. Oft würde so ein Auftrag sehr kurzfristig sein und man könnte den Termin auch nicht verschieben. Manchmal arbeiten sie eine ganze Nacht durch, um die Kostüme fertig zu stellen. Die Kostüme, die wir sahen, sahen sehr verrückt aus. Man sah sofort, dass das viel Arbeit machen würde. In dem Schneidereiraum war es sehr ruhig und man hörte nur leise ein Radio im Hintergrund, ansonsten war volle Konzentration angesagt. Wir wurden in den nächsten Raum geführt und standen wiederum vor einem großen Tisch, der eine ungewöhnliche Höhe besaß. Diese Höhe war dafür da, dass man besonders gut auf dem Tisch schneiden kann oder generell im Stehen arbeiten kann. Als wir links schauten, sahen wir noch einen kleinen Abstellraum, in dem man Stoffe der letzten 100 Jahre gesammelt hat. Rechterhand stand als Raumteiler ein Schreibtisch […], dort war ein riesiger Spiegel an der Wand und zwischen dem Schreibtisch und dem Spiegel war noch Platz für ein Kleid, das mit Puppenarmen, Beinen und Köpfen bestückt war. Das sah so komisch aus, dass ein paar von uns etwas Lachen mussten. Das Kleid hatte allerdings die Besonderheit, dass man zu zweit dort hinein konnte. Am Schluss konnten wir noch verschiedene Fragen stellen. Diese ganzen Kostüme wurden für das Stück „Synthetic Twins“ hergestellt. Insgesamt war das ein interessanter Aufenthalt in der Schneiderei von den Städtischen Bühnen Osnabrück.
(Liza Dröge und Ebru Kanmaz)


