Klassengemeinschaftstage der 6B
Wie war’s eigentlich am Ziegenbrink??? Klassengemeinschaftstage der 6B am GZZiegenbrink, Oktober 2010 Die erste Rückmeldung erhielten die Eltern wahrscheinlich immer schon direkt am Nachmittag, wenn die Kinder vom Gemeinschaftszentrum nach Hause kamen. Und auch die weniger redefreudigen Kinder werden es auf ihre Art und Weise ausgedrückt haben: sie waren gut zufrieden, vielleicht sogar angenehm erschöpft und kamen am nächsten Morgen pünktlich und gern wieder dorthin. Da ich als Lehrerin nicht mit allen darüber sprechen konnte, habe ich die Schüler anonym um eine schriftliche Rückmeldung gebeten. Aus den Bewertungen habe ich Folgendes abgelesen: Das gemeinsame Frühstück zu Tagesbeginn haben die meisten genossen, da konnte man sich in aller Ruhe unterhalten und quatschen
Einigen waren die Pausen zu kurz, denn sie reichten kaum zum Fußballspielen…
Auch das selbst gemachte Mittagessen erfreute sich größter Beliebtheit – richtig gut! – und traf nur in wenigen Fällen nicht den Geschmack. Die Tatsache, dass es kaum Reste gab, spricht in diesem Zusammenhang schon für sich. Die Aufgaben für die ganze Klasse wurden mit sehr gemischten Gefühlen erlebt. Mit 29 Personen eine gemeinsame Aufgabe zu lösen ist eine echte Herausforderung. Die Aufgabe wurde an allen Tagen von der Klasse gelöst, ein Aufgeben kam gar nicht in Frage! Daher kam es gelegentlich zu hitzigen Diskussionen, viel Emotion aber am Ende auch Jubel und Stolz. Die ruhige Konzentration des Bällezuwerfens kam am besten an. Einen süßen Schatz aus dem Säuresee zu bergen, verlangte gutes Teamwork und vollen Körpereinsatz. Nur das Legen geometrischer Figuren fand etwa die Hälfte etwas zu kompliziert und durcheinander. Alle drei Projektgruppen sind bei den Schülern gut angekommen. Beim Kistenklettern brauchte man Selbstvertrauen und Gleichgewichtssinn, man konnte aber auch das Vertrauen in andere testen. Beim Kochen haben viele zur eigenen Überraschung festgestellt, dass es ihnen ganz gut gelingt und viel Spaß macht. Die Selbstbehauptungsgruppe war info-reich, bot aber auch die Möglichkeit Selbstvertrauen zu gewinnen, Stärke zu spüren und festzustellen, dass manche Mitschüler ganz anders sind, als man gedacht hat.
Jeder und jede wird natürlich seine ganz persönlichen Erinnerungen mitnehmen. Zum Schluss möchte ich einige Kommentare ohne Kommentar hier stehen lassen: Welche Erinnerungen hast du vom Ziegenbrink mitgenommen? Viele… Spaß… Gemeinschaft… Viele Sachen klappen nur mit mehreren. Mit ein paar Kindern habe ich mich besser verstanden. Wir sind eine Gruppe statt eine Klasse.
Ich habe in diesen Tagen eine tragfähige Gemeinschaft erlebt, deren Mitglieder sich umeinander kümmern und aufeinander Rücksicht nehmen können. Weiter so!
Die Klassenlehrerin, Juliane Ajineh
